Archiv der Kategorie: Visuelle Beobachtungsberichte

Mond und Saturnringe am 15. Juli

Hallo zusammen!

Am Wochenende habe ich von Samstag auf Sonntag gegen 0:00h meinen kleinen ED80 ans Dachfenster gestellt und wollte ein wenig im schwachen Terminator des gerade abnehmenden Mondes umherspazieren. Mond ist ja immer wieder für eine Überraschung gut und mir blieb der Mund offen stehen, wie klar, sauber und kontrastreich  die Kraterwälle, vor allem das Mare Crisium im ED mit Binoansatz zu beobachten waren. Schade nur das der Mond so tief stand und dem Seeing natürliche Grenzen gesetzt waren.

Weitere Beobachtungen waren mit dem ED auf Grund des hellen Mondes nicht möglich – dachte ich! Bis mir ein kleiner heller Punkt auffiel der, nicht allzu hoch, am Osthimmel stand: Saturn! Schnell den ED darauf ausgerichtet… und wen man sich vorher die Augen mit dem riesigen Mond verbrutzelt hat, erscheint einem Saturn extrem klein und dunkel. Aber, spannend, spannend: Der Ring ist zu einem kleinen Strich geworden. Zumindest war eine Öffnung der Ringe mit dem ED und bei dem noch tiefen Stand von Saturn kaum zu erkennen. Die Kantenlage war ja leider schon im Früjahr und für uns nicht beobachtbar. Ich bin gespannt was man mit größerer Öffnung und etwas höherem Stand sehen wird können! 

Vergangenes Jahr hatte ich euch schonmal einen Screenshot einer kleine Zusammenstellung von Bildern geschickt, die habe um eine Zeichnung vom Wochenende erweitert! Die Zeichnungen sind aus den Jahren 2021 bis heute entstanden und man sieht nun wunderbar wie die Ringe sich immer weiter schließen! In 8 Jahren grob, sind die Ringe wieder komplett geöffnet!

Mit dem dicken Dob unter etwas diesigem Himmel

Die Zeit mit bestem Blick auf viele Galaxien hat mich dazu motiviert mal wieder den 30″ auf den Acker zu ziehen. Um 19 Uhr kam ich mit meinem Auto und Teleskopanhänger auf dem Beobachtungsgelände zwischen Bürg und Stöckenhof an.

Kurze Zeit später sind Micha Müller und Andreas Bleil gekommen, die mir beim Aufbauen des 30″ Dobsons behilflich waren. Nach gut 15 Minuten wäre der Dob einsatzbereit gewesen, wenn nicht beide Telrad Finder gestreikt hätten. So ein Mist! Ein Kabelbruch beim Einen, und Korrosion in der Batteriebox beim Anderen. 

Unser Notnagel war Mike, der netterweise innerhalb einer halben Stunde uns einen Ersatzgerät  brachte und gleich eine Weile zum Mitspechteln geblieben ist.

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Bürg

Sternegucken am Abend des 19.März

Um das schöne Wetter der Wochenmitte zu nutzen haben wir uns kurzfristig mit unseren Teleskopen – Mike mit 18″ F5.2, Micha Müller 18″ F4.5, Steffen 10″ F5, und ich mit 16″ F4.5 – auf dem Feld zwischen Bürg und Stöckenhof zur gemeinsamen Beobachtung getroffen. Dazu gekommen sind etwas später als Gastspechtler Uli Körner, Raymond und Jürgen.

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Dobson mit Mond und Venus im Hintergrund

Mond, Planeten und Sternegucken am Samstag, den 1. Februar

Hallo zusammen,

vergangenen Samstag, den 1. Februar waren wir, Mike, Ray, und ich mit unseren Dobsons mit 18, 16 und 12 Zoll auf dem Acker.

Mit dazu gekommen sind Markus, Andreas, Steffen, Dennis und Jürgen. Im Westen befand sich eine schöne Konstellation von Venus, Mond und Saturn, Jupiter in Kulmination und hoch im Osten Mars. Mike hatte bereits aufgebaut als ich um 20 Uhr auf dem Beobachtungsplatz zwischen Bürg und Stöckenhof ankam. Ich hatte mich wegen des störenden Strahlers vom Turm in Bürg etwas östlicher aufgestellt, und den mit der Heckklappe meines Autos abgedeckt.

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Dobson mit Binokularansatz

Beobachtungsbericht vom 21.01.2025

Es war ein glücklicher Abend mit einem traurigen Inuk…. Aber der Reihe nach:

Als ich am 21.01.2025 recht spät von der Arbeit komme, bemerkt meine Familie wohl schon eine Art euphorische Hektik bei mir. „So, wie es draußen aussieht, wird der Papa gleich in den Garten verschwinden.“ Sagt meine Frau mit einem rhetorischen Unterton, der selbst den Kindern seine ganze Tragweite offenbart.

„Nein, natürlich mache ich das nicht.“ sage ich mit nicht weniger Theatralik. „Erst muss ich was essen.“

Nachdem ich das getan habe und die Kinder im Bett sind, begebe ich mich um ca. 20:15 Uhr nach draußen, wo der 14,5“er Zambuto-Dob schon wartet. Die treue Seele hatte keinen Hunger und sich deshalb schon 1 1⁄2 Stunden früher hinterm Haus eingefunden.

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