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SoFi Türkei 2006

Reisen mit Freunden

Kappadokien 2006
Reisebericht vom 30. März

Höhlen in Alt-Çavusin
Höhlen in Alt-Çavusin

Feenkamine in Çavusin
Feenkamine in Çavusin

Feenkamine in Paşa Bag
Feenkamine in Paşa Bag

Höhlenmühle in Zelve
Höhlenmühle in Zelve

Komplettes unterirdisches Kloster
Komplettes unterirdisches Kloster

Türstein im Kloster
Türstein im Kloster

Diejenigen, die sich für eine Woche Aufenthalt in Kappadokien entschieden hatten, hatten heute wieder ein umfangreiches Programm. Zunächst trafen wir uns wieder mit den anderen Reiseteilnehmern beim Green Motel, bevor wir uns Alt-Çavusin um den gelben Felsen herum zu Fuß anschauten.

Der Anstieg führte uns einen Pfad den Felsen hinauf, an dessen linker Seite ausgehöhlte Räume sichtbar waren. Dies war der älteste Teil des Dorfes. Den Pfad entlang befanden sich gemauerte Gebäude aus jüngerer Zeit, darunter auch eine Moschee, die inzwischen aber ebenfalls aufgegeben waren. Die gegenwärtige Bevölkerung von Çavusin lebt heute im modernsten Teil des Dorfes, der sich östlich des Felsens befindet. Bis in die 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es aber durchaus noch "Höhlenbewohner".

Einige schwindelfreie Teilnehmer machten sich zusätzlich auf den nicht ganz ungefährlichen Weg zu einer Höhlenkirche. Auf der linken Seite ging es senkrecht nach unten. Zumindest Mike Tomitsch hat ein Bild mitgebracht, das in der Bildergalerie aufgeführt ist.

Unsere ersten Feenkamine konnten wir beim Abstieg vom Felsen aus der Nähe besichtigen. Bislang war uns so ein Anblick nicht beschieden. Die Fotografen tummelten sich zu Hauf zwischen diesen Türmen, man musste Glück haben, keinen Volksauflauf abzulichten.

In Paşa Bag konnte sich die Gruppe verteilen, so dass die dort in Mengen stehenden Feenkamine bewundert werden konnten. An diesen Stelzen arbeitet natürlich ebenfalls die Erosion und sorgt dafür, dass diese Erscheinungen relativ vergänglich sind. Wer weiß, wie lange der Deckel des links in der Abbildung sichtbaren Feenkamins noch oben bleibt? Zwischen all diesen Naturwundern wird der Boden landwirtschaftlich genutzt, in der Hauptsache Gemüse und Weinreben.

Weiter ging es auf das Gelände des Freilichtmuseums in Zelve. In den beiden Tälern der Anlage konnten wir einige sehr interessante "Exponate" besichtigen. Im linken Tal war eine in eine Höhle eingegrabene vollständige Mühle untergebracht, die mit Hilfe der Muskelkraft von Eseln angetrieben wurde. Der runde Gang um den Mühlstein zeugt von dieser Tatsache.

Etwas weiter oben befand sich noch eine Doppelkirche, deren Ausstattung mit Wandmalereien allerdings nicht sehr spektakulär war. Interessant war der Zugang beider Kirchen über einen gemeinsamen Eingang. Eine Seitenwand der größeren Kirche war eingestürzt und beleuchtete die Szene. Am Boden dieser Kirche befand sich eine leere Grabstätte.

Wir folgten im Anschluss dem rechten Tal, dessen Eingang durch eine schmale hohe Wand aus rosafarbenem Tuffstein gebildet wurde. Die sich an diese Wand anschmiegenden Höhlen, unter anderem auch eine Kirche, waren wegen Einsturzgefahr nicht zugänglich.

Sehr beeinfruckend war dann noch das vollständig in den Felsen eingegrabene Kloster. Auch dieses konnte wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden, zahlreiche Risse im Felsen, besonders an der Decke der Höhle, haben uns vom Sinn des Verbots überzeugt. Aber auch der Anblick von außen war fantastisch. Vom Boden bis zur Decke der Höhle waren es sicher etwa 25m, um mal einen Größenvergleich zu anzugeben.

In einem sauber rechteckig ausgehöhlten Raum befand sich ein runder Türstein, der den dahinter liegenden Gang versperrte, wenn er davor gerollt wurde. Der im Bild sichtbare Raum endet somit in einer Sackgasse. Damit war dann ein Hindernis geschaffen, um evetuelle Eindringlinge wirksam aufzuhalten.

Beide Täler sind übrigens über einen nur schwer begehbaren und teilweise sehr steilen Gang miteinander verbunden. Unsichtbar konnten sich die Bewohner somit über den trennenden Felsrücken von einer zur anderen Seite bewegen.

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