


Karl Reiner ten Hövel und ich sind nach 9 Stunden Fahrt in Kärnten auf dem "Wöllaner Nock", etwa 1900 m Höhe über NN, angekommen. Nach der Begrüßung haben wir unsere Teleskope aufgebaut und uns in der Geigerhütte einquartiert. Die Geigerhütte liegt etwa 200 Höhenmeter unter dem Beobachtungsplatz. Runter gings schnell, aber danach wieder rauf...
Um 21 Uhr 30 wurde der Himmel klar , und wir begannen mit dem Spechteln. Der Trifidnebel zeigt im 17,5-Zöller von Detlev Hartmann drei Dunkelschläuche, daher der Name. Selbst die kleinsten Fernrohre hatten Einiges zu bieten. Im 50 mm Sucher von Reiner konnten wir mit 32 mm Erfle und UHC -Filter den Nordamerikanebel und den Pelikan-Nebel deutlich sehen!
Wir bekamen einen montierungslosen 6 Zoll F10 Jägersrefraktor vom Rudi Idler ausgeliehen, den wir auf Reiners Montierung setzten. Er zeigte mit Binoansatz bei ca. 180-facher Vergrösserung auf dem Jupiter sieben Wolkenstreifen.
Um 2:30 Uhr kam Bewölkung auf. Reiner und ich haben die Nacht bis etwa 6:30 Uhr frierend im Auto verbracht, da die Geigerhütte angeblich über Nacht geschlossen hatte.
Am zweiten Tag wurde die Sonne beobachtet und fotografiert sowie Erfahrungen mit anderen Teilnehmern ausgetauscht. Der frühe Abend war bewölkt, erst ab 22:30 Uhr klarte es wieder auf. Wir verbrachten die Nacht bis gegen 3:00 Uhr mit unserem Leihrefraktor bei Deep-Sky Objekten.
Der Wöllaner ist gegenüber der Gerlitze ein Gewinn, allerdings hat man wenig Komfort. Die 200 Höhenmeter bis zu den sanitären Anlagen sind etwas weit. In dringenden Fällen musste man Deckung hinter einen Baum suchen.
Leider gings am Sonntag gegen 15 Uhr wieder nach Hause.