Jeder Neuling in der Astronomie steht vor dem gleichen Problem. Wie orientiere ich mich am Nachthimmel? Wo stehen jetzt diese tollen Sternhaufen und Nebel, damit mein im Überschwang der Begeisterung bereits angeschafftes Teleskop Futter kriegt? Da gibt es doch eine drehbare Sternkarte, hilft die weiter?
Aber sicher, fürs Erste schon. So eine drehbare Sternkarte ist ein recht vielseitiges Instrument und hilft bei der Orientierung am Nachthimmel mit dem blossen Auge. Die wenigen hellen und grossen Deep Sky Objekte, die in der Karte eingezeichnet sind, lassen sich mit einem Fernglas aufspüren und dann mit dem Teleskop eingehender betrachten.
Es gibt sie in verschiedenen Grössen, von knapp etwas grösser als eine CD bis zur 30cm grossen Scheibe, ähnlich wie eine Langspielplatte aus Vinyl, um bei der Musik zu bleiben. Mitteleuropäischen Verhältnissen entsprechend sind die Karten für einen Standort auf dem 50. nördlichen Breitengrad ausgelegt. Standortabweichungen von ±5 Grad oder sogar mehr sind unbedeutend. Wir wollen hier eigentlich keine Werbung machen, aber diese Ausführungen beziehen sich auf die Version der Sternkarte vom Kosmos-Verlag in Stuttgart.
Am Besten ist es natürlich, wenn ihr zusätzlich zu unseren Bildern ein eigenes Exemplar zur Hand habt. Damit sind die hier gemachten Ausführungen leichter nach zu vollziehen. Dabei ist es im großen Ganzen egal, auf welches Fabrikat ihr zurück greift, das Grundsätzliche gilt immer.
Sie besteht aus drei Teilen, einer harten Grundplatte mit einer Sternkarte und dem auf eine Ebene plattgedrückten Himmelsgewölbe, die am äusseren Rand einige Skalen aufweist. Eine transparente Deckscheibe gibt in ihrem helleren Teil den Blick auf die Sterne frei, während der dunklere Teil für den Beobachter unter dem Horizont steht. Zwischen den beiden Scheiben befindet sich ein durchsichtiger Zeiger, dessen Funktionen später erläutert werden. Alle zusammen sind sie zentral mit einer Niete, um die sich Zeiger und Deckscheibe drehen können, zusammen gefügt. Diese Niete stellt gleichzeitig für uns Bewohner der Erdnordhälfte den Himmelsnordpol dar, unter dieser Niete ist sozusagen der Polarstern verborgen.