Praktisch das vollständige Frühjahr über bot die Venus einen imposanten Anblick als Abendstern. Selbst Personen, die mit der Astronomie sonst nie etwas zu tun haben, sind auf sie aufmerksam geworden. Allenthalben haben wir im Freundes- und Kollegenkreis die Frage beantwortet, was das denn für ein heller Stern in westlicher Richtung sei.
Das Bild vom 27. März 2004 entstand mit Mike Tomitsch TMB-Optik 105/650 und einer 2-fach Barlowlinse, die aufgrund der vergrößerten Bildweite einen Verlängerungsfaktor von etwa 2,4-fach ergab. Die effektive Brennweite lag damit also bei etwa 1560 mm. Von den 900 Einzelbildern, die bei 5 Frames pro Sekunde in 3 Minuten entstanden, wurden die besten 10% mit Giotto für das Summenbild aufaddiert.
Am 24. Mai 2004 hatte Michael Altvaters Zeisseigenbau 63/840 im Rohbau first light. Mit diesem wurde die schmale Venussichel zwei Wochen vor der Konjunktion mit der Sonne, die am 8. Juni 2004 mit dem Venustransit einen Jahreshöhepunkt bildete, aufgenommen. Das Bild ist verkleinert und kann per Mausklick auf seine Originalgröße gebracht werden. Gegenüber dem ersten Bild ist eine längere Brennweite von etwa 2000 mm verwendet worden. Zudem stand uns die Venus deutlich näher, als am 27. März und wird deshalb erheblich größer abgebildet.