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Backnanger Sterngucker

lokal und weltweit gewebt

Mosaikaufnahmen des Mondes

Der Mond quillt über den Rand des Chip einer Webcam hinaus? Tja, da hilft nur eine kürzere Brennweite mit entsprechend weniger Details auf der Mondoberfläche. Oder man fertigt aus einer Serie gut geplanter Bilder ein Mosaik an. Dann erhält man aber ein ziemlich großes Bild mit entsprechend großer Datei, also ganz und gar nicht webgerecht. Die hier gezeigten Bilder sind daher immer ein Kompromiss zwischen Auflösung, Komprimierung und Ladezeit.

Ausgehend von Bildern des 11. November 2003, aufgenommen im Fokus des Lidl-Refraktors von Michael Altvater, erscheint hier ein erstes Mosaik des Mondterminators. Dafür hat er insgesamt vier Einzelaufnahmen mit seiner Webcam benötigt, die nach der Bearbeitung in Giotto mit Picture Publisher nach Augenmaß und mit Verschieben der Bildausschnitte zu einem Gesamtbild montiert wurden. Grundlage für die Einzelbilder waren vier gleich lang belichtete AVI-Files, die mit Giotto jeweils in identischer Art und Weise bearbeitet wurden. Die Ergebnisbilder waren sich somit in Helligkeit und Kontrastumfang so ähnlich, dass die Übergänge bei der Montage fast nicht auffallen.

Nur drei Einzelbildern wurden für das zweite Mosaik, aufgenommen in den frühen Morgenstunden des 8. Juni 2004, benötigt. Verwendet wurde quasi im first light der 63/840 Refraktor von Michael Altvater im Primärfokus. Die ToUCam Pro lief drei mal drei Minuten bei 5 Frames pro Sekunde, immer mit identischen Einstellungen. Für die Montage des Mosaiks wurde inzwischen das Programm iMerge verwendet, das auf sehr bequeme Weise die Überlagerung der Einzelbilder erlaubt. Die Funktion Feathering dieses Programms liess zudem die leider deutlich sichtbaren Helligkeitsunterschiede an den Montagekanten verschwinden.

Richtig Großes hatte ich eigentlich am Abend des 14. Oktober 2005 vor. Gerd und ich wollten die Nacht durchmachen, vor Mitternacht mit Mondbeobachtungen und danach den Mars kurz vor seiner Opposition. Auf meiner Festplatte hatte ich Platz geschaffen für die zu erwartende Datenmenge, die die ToUCam am MK67 im Primärfokus liefern sollte. Der Mond war etwas über elf Tage alt und ich wollte die Einzelbilder für ein großes Mosaik aufnehmen.

Schon die ersten der geplanten etwa 50 Einzelbilder zeigten, dass das Seeing an diesem Abend alles andere als berauschend war. Egal, sagte ich mir, wird das Resultat eben bei der Bildbearbeitung verkleinert, wer weiß, wie lange das Wetter einigermaßen mitspielt. Im Verlauf des Abends wurde das Seeing nicht besser, im Gegenteil. Nach einem dramatischen Einbruch erklärte ich das Experiment nach der zwanzigsten Aufnahme für beendet.

Allen Widrigkeiten zum Trotz habe ich die Aufnahmen ausgewertet und ein Mosaik angefertigt. Dabei habe ich erstmals das eigentlich für Panoramabilder erstellte Programm Autostitch verwendet.

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