Als ich den verstaubten alten 60/910-Refraktor eines Bekannten vor der Verschrottung retten konnte, ahnte ich noch nicht, dass eines meiner Hobbys, die Fotografie, damit einen entscheidenden Richtungswechsel erfahren sollte. Schon bald nach der Instandsetzung meines ersten eigenen Teleskops wuchs der Wunsch, meine Beobachtungen auch auf ein Medium zu bannen. Einhergehend mit der Begeisterung für die Astronomie und dem Staunen über die veröffentlichten Amateuraufnahmen nahm das Unausweichliche seinen Lauf ...
Am Rande des Vortrags „Faszination Astrofotografie“ von Stefan Seip im Oktober 2005 in Backnang, wurde ich zum ersten Mal auf die BK-Sterngucker aufmerksam. Der erste Stammtischbesuch kurze Zeit später ließ das Hobby Astronomie endgültig in den Vordergrund rücken. Nun gab es kein zurück mehr und die Anzahl durchwachter Nächte nahm stetig zu. Vor allem die gemeinsamen Beobachtungsnächte haben es mir angetan.
Zum Beobachten und für den ernsthaften Einstieg in die Astrofotografie wurde ein parallaktisch montierter und motorisierter 6“/f5 Newton angeschafft. Der zunächst nur visuell genutzte 6“er wurde gleichzeitig als Leitrohr verwendet und führte zu den ersten erfolgreichen Langzeitbelichtungen im Piggyback-Verfahren.
Kurze Zeit später wurde ein 127er Mak von Skywatcher zum Leitrohr degradiert und der 6“er gleichzeitig durch einen 2“Crayford – Auszug mit 1:10 Untersetzung von JMI zur Aufnahmeoptik befördert. Wenn gleich die Montierung als eigentlicher Schwachpunkt der Ausrüstung zu sehen ist, gelingen mir doch recht ansehnliche Bilder mit dieser Kombination. Mein Montierungsselbstbau entwickelt sich leider zur Langzeitbaustelle.
Der Anblick des nächtlichen Himmels durch den 12,5“er vom Mike und später auch durch den 30“er, gepaart mit dem langjährigem Selbstbau-Knowhow der Gruppe, haben nun endgültig das Öffnungsfieber bei mir ausbrechen lassen: ein 14,5“ Dobson ist in Arbeit.